Die BRICS-Staaten gewinnen zunehmend an Bedeutung – nicht nur wirtschaftlich, sondern auch geostrategisch. Im Interview berichtet Thomas Bachheimer, Chefökonom von GVS Goldvorsorge, über seine Eindrücke vom BRICS-Gipfel in Kasan. Die BRICS entwickeln sich als flexibles, informelles Bündnis und positionieren sich gezielt als Gegengewicht zum Westen, ohne starre Strukturen wie die EU zu übernehmen.

Zu den wichtigsten Neuerungen zählen die Aufnahme zusätzlicher Partnerstaaten, die Gründung einer gemeinsamen Getreidebörse für mehr Ernährungssicherheit sowie Forderungen nach einer Reform globaler Institutionen wie IWF und UNO. BRICS setzt zudem auf die schrittweise Entdollarisierung des Welthandels und die Förderung eigener Abrechnungssysteme.

Die Staatenkooperation umfasst inzwischen etwa 40 Prozent des globalen BIP und kontrolliert wichtige Handelsrouten. Dies macht BRICS für weitere Schwellenländer, aber auch für europäische Staaten interessant. Ihr Ziel: eine multipolare Weltordnung, stärkere Ressourcensicherung und mehr globale Eigenständigkeit

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